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Amazon SEO: So verbessern Sie Ihr Listing!

Sie kennen das vielleicht: Sie bieten ein tolles Produkt auf Amazon an und haben sogar den unschätzbaren Vorteil, die Produktinformationen selbst gestalten zu können. Doch wenn Sie die Amazon-Suche bemühen, erscheint Ihr Listing nicht unter den ersten Suchergebnissen. Im schlimmsten Fall finden Sie sich nicht einmal auf Seite 1. Damit ist die Chance, Artikel zu verkaufen, verschwindend gering. Denn welcher Nutzer sieht sich Seite 2 und folgende überhaupt an? Doch Händler können mit einer guten Amazon SEO-Optimierung ihr Listing und damit ihr Ranking innerhalb der Suchergebnisse entscheidend verbessern und vielleicht sogar den ersten Platz belegen. 

Gerade Neulinge im Onlinehandel haben oftmals viele Fragen, auf die Amazon selbst keine oder nur schwammige Antworten bereitstellt. Wir haben uns daher genauer angeschaut, welche Amazon SEO-Basics jeder Händler aus dem EffEff beherrschen sollte und welche Maßnahmen entscheidend zur Verbesserung des Listings beitragen.

Wer sollte sein Amazon SEO aufpolieren?

Wer über den Marktplatz des E-Commerce-Giganten Handel treibt, hat es in der Regel mit zwei Arten von Produkten zu tun: Handelsware oder Private Label. Während Handelsware von Dritten verkauft wird und oft ein Markenprodukt ist, werden Private Label-Artikel unter der eigenen Marke vertrieben. Das hat starke Auswirkungen auf das optimale Vorgehen in Sachen Amazon SEO. Denn den Content - etwa den Produkttitel oder die -beschreibung - verwaltet in der Regel der Markeninhaber. 

Ein Beispiel: Sie als Verkäufer handeln auf Amazon mit Rucksäcken und bieten den Speed Lite 12 von Deuter an. Dann editiert das Listing aller Wahrscheinlichkeit nach der Markeninhaber - das heißt Deuter selbst -, während Sie Ihr Angebot lediglich der bereits bestehenden Produktseite hinzufügen, etwa mittels der EAN. Alle Angebote desselben Produktes werden also unter derselben Produktseite gelistet und die einzelnen Händler konkurrieren dann um den Gewinn des gelben Einkaufswagenfeldes, der sogenannten Buy Box. Auf das Ranking innerhalb der Suchergebnisse haben die Händler selbst also meist keinen Einfluss – und müssen sich gegebenenfalls auch mit einem schlechten Listing begnügen. 

Anders bei Private Label bzw. als Markeninhaber: Hier sollten sich Händler unbedingt mit den Rankingfaktoren beschäftigen. Dieses Wissen können sie gewinnbringend in ihr Listing einfließen lassen, dieses damit verbessern und so den Umsatz durch ein höheres Ranking steigern und infolgedessen mehr Verkäufe generieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen die für Ihr Amazon SEO wichtigsten Tipps vor, um Ihr Listing so optimal wie möglich zu gestalten.

KEINE BUY BOX – KEIN UMSATZ

Der intelligente, dynamische Repricer von SellerLogic platziert Produkte zum höchstmöglichen Preis in der Amazon BuyBox.

OnPage-Optimierung: Wie sieht ein gutes Listing aus?

Amazon SEO: Ein gutes Listing sorgt für ein gutes Ranking.

Ausschlaggebend für Amazon ist immer der Verkauf. Denn für den Onlineriesen ist es zweitrangig, ob er selbst oder seine Händler verkaufen – er verdient so oder so an jedem zustande gekommenen Sale. Für die OnPage-Optimierung können Händler ähnliche Hebel bedienen wie beim Google SEO, allerdings herrscht auf Amazon eine ganz andere Suchintention des Nutzers. Er möchte Produkte finden und kaufen. Da er anders als im stationären Handel die Artikel nicht direkt begutachten kann, kommt dem zur Verfügung stehenden Content eine besondere Bedeutung zu. Das Stichwort ist hier: Keywords! Mit dem richtigen Tool ist die Recherche schnell gemacht. Denn der Algorithmus fragt immer: Passt ein Suchergebnis zur Suchanfrage?

Exkurs: Indirekte Rankingfaktoren

Mit dem Listing haben Amazon-Händler ein probates Mittel, ihr Ranking in der Suchergebnisliste, den sogenannten SERPs, zu verbessern. Andere Aspekte lassen sich jedoch nur mittelbar durch gutes Amazon SEO beeinflussen. Dazu gehören die Click-Through-Rate (CTR), die Verweildauer und die Conversion Rate (CR). Je besser diese Faktoren sind, desto eher geht der Algorithmus davon aus, dass eine Suchanfrage zur Zufriedenheit des Kunden beantwortet wurde und damit steigt wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass auch die nächste Suchanfrage mit diesem oder einem verwandten Keyword derart beantwortet wird.

Gutes Amazon SEO lebt also von der Qualität der gebotenen Informationen, denn diese erhöhen die Click-Through-Rate und dadurch wiederum die Conversion. Das Schöne: Während es bei Google teils monate- oder gar jahrelange Arbeit ist, sein Ranking zu verbessern, lassen sich auf Amazon teils schon nach wenigen Minuten erste Erfolge verzeichnen. Wenn das mal keine Motivation ist, noch heute zu starten!

#1: Produkttitel

In Sachen Amazon SEO ist der Titel maßgeblich. Hier sollten Händler das wichtigste Keyword an den Anfang setzen und dem relevante Infos folgen lassen - wie Markenname, die Unique Selling Points und entscheidende Produkteigenschaften. Wer weitere relevante Keywords einbauen kann – umso besser! 

Normalerweise stehen im Seller Central bis zu 200 Zeichen* für den Titel zur Verfügung, die sinnvoll genutzt werden sollten. Wer so viel zu sagen hat, sollte das tun, andersrum muss der Titel aber nicht künstlich in die Länge gezogen werden. Es sollte die Frage im Vordergrund stehen, wie er für den potentiellen Käufer möglichst attraktiv und „klickbar” gestaltet werden kann.

Achtung! Die zulässige Länge von Titel, Bulletpoints usw. kann in Abhängigkeit von der Produktkategorie variieren. Wer sichergehen möchte, dass Produktbeschreibung und Co. vollständig angezeigt werden und ohne Probleme in der Suche gefunden werden können, hält sich am besten an die Styleguides von Amazon.

#2: Bulletpoints

Den zweiten Rang bei der Amazon SEO-Analyse nehmen die sogenannten Bulletpoints ein, die unterhalb von Titel und Preis angezeigt werden und damit zu den ersten Dingen gehören, die in den Blick des Käufers geraten. Diese Tatsache honoriert auch der Algorithmus, weshalb hier ebenfalls die wichtigsten Keywords verbaut werden sollten. Es gilt, präzise und eindeutig zu formulieren, statt lange Episteln zu verfassen, auch wenn je nach Kategorie bis zu 250 Zeichen je Punkt zugelassen sind. 

Es macht Sinn, sich eine Strategie für die Bulletpoints als Ganzes zu überlegen, nicht nur für einen Punkt allein. Als erstes könnte eine kurze Zusammenfassung des Produktes stehen, gefolgt von der Beschreibung etwaigen Zubehörs im Lieferumfang und den Alleinstellungsmerkmalen des Produktes. Zuletzt wäre dann noch Platz für weitere wichtige Eigenschaften und für einen konkreten Call-to-Action (CTA).

#3: Produktbilder

Wenn Ihr Ranking stimmt, Ihre CR aber schwächelt, sollten Sie einen prüfenden Blick auf Ihre Produktbilder werfen. Keywords lassen sich bei den Produktbildern zwar nicht unterbringen – dennoch sind sie enorm wichtig für das Listing. Denn das erste Bild wird auch in den Suchergebnissen angezeigt und entscheidet maßgeblich in Kombination mit dem Titel darüber, ob der Käufer auf Ihr Listing oder das Ihres Konkurrenten klickt. Eine niedrige Conversion muss also nicht zwangsläufig an schlechtem Amazon SEO liegen. 

Deswegen müssen die Bilder so hochwertig wie möglich und mindestens 1000 x 1000 Pixel groß sein, damit Betrachter die beliebte Lupen-Funktion nutzen können. 80 bis 90 Prozent des Fotos sollten durch das Produkt eingenommen werden. Mit sechs bis acht Fotos in Full HD oder 1:1-Format haben viele Händler gute Erfahrungen gemacht. 

Bevor Sie nun einen Profi-Fotografen engagieren, schauen Sie zuerst in die Bildanforderungen, die Amazon stellt, insbesondere an das Hauptbild. Dieses muss zwingend vorhanden sein, ansonsten ignoriert der Algorithmus das gesamte Produkt. Es darf außerdem im Hintergrund nur reines Weiß zeigen; Logos, Rahmen, Wasserzeichen, Preisschilder, Buttons usw. sind nicht zugelassen. 

Bei den darauf folgenden Bildern haben Händler mehr Spielraum. Da das erste Bild das Produkt im Ganzen zeigen sollte, ist es sinnvoll, auf den anderen Fotos die Perspektive zu wechseln, wichtige Details zu zeigen oder das Produkt in Szene zu setzen. Erklärende Texte und verschiedene Farbvarianten des Artikels sind hier ausdrücklich erwünscht. Auch ein Video ist möglich – und erhöht nebenbei auch noch die Verweildauer auf der Produktseite, was wiederum das Ranking stärkt.

#4: Produktbeschreibung

Auch wenn die Beschreibung nicht zu den wichtigsten Amazon SEO-Faktoren zählt, ist sie dennoch nicht zu unterschätzen, denn sie kann das Zünglein an der Conversion-Waage sein, das einen unentschlossenen Kunden zu einem überzeugten Käufer macht. Bis zu 2.000 Zeichen Platz bietet das entsprechende Feld im Seller Central. Auch hier sollten Händler weitere relevante Keywords verbauen. Im Fokus steht aber definitiv die Qualität des Contents, der Informationsgehalt für den Kunden und die optimale Lesbarkeit. Hierzu zählen z. B. auch Rechtschreibung, Grammatik, eine übersichtliche Struktur oder Zwischenüberschriften.

Um auch unentschlossene Kunden noch in einen Sale zu verwandeln, ist in der Produktbeschreibung Emotionalität angesagt. Händler können beispielsweise nach dem AIDA-Modell vorgehen und sich fragen, weshalb der Kunde Interesse an genau diesem Produkt zeigen sollte und wie die Produktbeschreibung einen konkreten Besitzwunsch des Kunden wecken könnte. Über die direkte Ansprache und emotional aufbereitete Verkaufsargumente gelingt dies in der Regel am besten. 

#5: Performance des Händlers

Das beste Listing nützt nichts, wenn Sie als Händler keine gute Performance abliefern. In diesem Fall werden Sie das gute Ranking über einen längeren Zeitraum kaum aufrecht erhalten können. Deswegen sollten Sie niemals ausschließlich auf gutes Amazon SEO setzen, sondern immer auch Ihre Händlerleistung im Auge behalten und Ihren Kundenservice den hohen Ansprüchen auf der E-Commerce-Plattform anpassen. 

Dazu zählen beispielsweise Aspekte wie die Versanddauer, die Versandart oder die Rate an Bestellmängeln. Je besser Händler hier abschneiden, desto wahrscheinlicher bevorzugt der Algorithmus diese Händler. In diesem Punkt unterscheidet sich Amazon SEO bzw. die Verbesserung des Listings nicht maßgeblich von der Buy Box-Optimierung.

Die Optimierung des Listings ist die eine Sache, es gibt aber auch im Backend noch ein anderes Feld, in das weitere Keywords eingetragen werden können. Hier gibt es jedoch eine ganze Menge zu beachten. Deswegen haben wir uns in diesem Beitrag ausführlich mit diesem Thema beschäftigt: ​Amazon Backend-Suchbegriffe finden, eingeben, optimieren – So geht’s!​​​

„OffPage”-Optimierung bei Amazon SEO

Anders als bei der Optimierung für Google sind die Auswirkungen von Backlinks auf das Ranking nicht bekannt. Ob eine Verlinkung auf einer Website zu Ihrem Produkt auf Amazon das Ranking direkt verbessern, ist also strittig. 

Selbstverständlich können Sie als Händler dennoch Traffic auf Ihr Produkt leiten und Sales konvertieren. Das dürfte zumindest mittelbar Auswirkungen auf Ihr Ranking haben, denn der Absatz eines Produktes in einem bestimmten Zeitpunkt spielt für den Algorithmus eine wichtige Rolle. Hierzu eignen sich auch Social Media-Kanäle wie Facebook oder das Affiliate-Programm von Amazon besonders gut. 

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Fazit: Ein gutes Listing macht Arbeit!

Macht Arbeit: Gutes Amazon SEO

Ein ansprechendes und verkaufsförderndes Listing, das gleichzeitig innerhalb der Suchergebnisse auf Amazon möglichst weit oben rankt, ist nicht von jetzt auf gleich erstellt: Keywords müssen recherchiert und Texte geschrieben werden, hochauflösende Bilder erstellt und alles im Seller Central eingetragen werden. Auch danach verkauft sich das Produkt nicht von selbst: Die Erfolgskontrolle und stetige Anpassungen an die aktuelle Marktlage füllen die To-Do-Liste. Zwar nutzen viele Händler dazu ein entsprechendes Amazon-SEO-Tool - der Arbeitsaufwand ist dennoch nicht zu unterschätzen. 

Eine Alternative bleibt allerdings kaum einem Händler. Wer nicht auf 94 Prozent der Onlinenutzer als Kunden verzichten will, muss zwangsläufig auch auf Amazon seine Waren feilbieten. Private Label-Verkäufer haben selbst dann aber nur eine Chance, wenn sie ihre Listings optimieren. Dazu gehören beispielsweise Titel, Bulletpoints und Bilder, die nach bestimmten Kriterien gestaltet werden sollten. 

Gleichzeitig wird ein ansprechendes Listing auf lange Sicht nur dann das Ranking verbessern, wenn die Performance des Händlers stimmt und dieser optimalen Kundenservice bietet.

Category: Blog, Tipps & Tricks
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