Die 14 größten Fehler beim Repricing

14 Repricing Fehler

Repricing ist eine der wichtigsten Methoden auf Amazon, den begehrten Platz in der Buy Box zu erhalten. Mit dem Gewinn der Buy Box auf Amazon erreichen Sie mehr Kunden und steigern Ihren Umsatz. Doch was kann beim Repricing auf Amazon alles schief gehen?

#1 Ungeeignete Repricing-Methoden verwenden

Es gibt zwei gängige Methoden für das Repricing auf Amazon: Die manuelle Anpassung der Preise oder automatisch durch den Einsatz von Software. Durch die manuelle Preisanpassung behalten Sie die Kontrolle über die Preise Ihrer Produkte auf Amazon. Das ist aber deutlich aufwändiger und mutiert höchstwahrscheinlich irgendwann zu einer endlosen Aufgabe. Außerdem neigen Menschen zu Fehlern, deswegen ist die Verwendung der automatisierten Repricing-Lösungen nicht nur die bessere Option, um Fehler zu vermeiden, sondern schont auch die Ressourcen. Doch auch Software kann Probleme bereiten. Viele Amazon Repricer sind sehr kompliziert und mit überflüssigen Berechnungsregeln sowie Algorithmen ausgestattet, die ihre Funktionalität oft einschränken.

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Preise manuell anpassen oder ein Tool verwenden, ist es nicht verkehrt, verschiedene Repricing-Methoden in Betracht zu ziehen. So können Sie die Repricing-Tools auswählen, die am besten zu Ihrer Verkaufsstrategie passen. Auch wenn der Wettbewerb auf Amazon hart ist und es schwierig ist, mit den endlosen Marktveränderungen des Online-Riesen Schritt zu halten, empfehlen wir den Einsatz von Software mit künstlicher Intelligenz, da sie das Repricing erheblich beschleunigt.

Ihre Repricing-Software kann noch so schlau sein, um eine Analyse Ihrer Performance kommen Sie nicht drum herum. Bei der Auswertung Ihrer Verkaufshistorie erkennen Sie, welche Ihrer Produkte im Trend liegen und können diese Daten nutzen, um die Repricing-Software mit maximaler Effizienz für Sie arbeiten zu lassen. 

Für die Auswahl der Repricing-Methoden sollten unter anderem die Verkaufsstrategie, Marktveränderungen und Produkttypen herangezogen werden.

#2 Den Endpreises außer Acht lassen

Der Preis spielt eine große Rolle bei der Vergabe der Buy Box Anteile. Obwohl Amazon den genauen Algorithmus nicht offenlegt, bestätigen zahlreiche Verkäufer und E-Commerce-Experten die Bedeutung des Endpreises für den Gewinn der Buy Box. Aus diesem Grund gehört die Preisanpassung mit einem Repricer zu einer der beliebtesten Vorgehensweisen auf dem Marktplatz.

Ändern sich die Produkt- oder Lieferkosten, beeinflussen diese Änderungen auch den Endpreis, sodass zeitnah Anpassungen vorgenommen werden sollten. Auf diese Weise schützen Online-Händler ihre Gewinnmargen und können gleichzeitig ihre Position innerhalb der Amazon Buy Box halten. Um wettbewerbsfähig zu sein, kann es sehr effektiv sein, eine Repricing-Software einzusetzen. Neben dem Preis als entscheidendem Faktor spielen auch andere Metriken wie die Fulfillment-Methode, Lagerverfügbarkeit, Versandzeit, etc. eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Buy-Box zu gewinnen – in unserem Workbook können Sie alles darüber lesen!

Es gibt einige Szenarien, in denen die verspätete Lieferung Ihres Konkurrenten oder dessen negatives Kundenfeedback dafür sorgen, dass Sie das gelbe Einkaufswagen-Feld gewinnen. Mit dem SellerLogic Repricer können Sie diese Szenarien in Ihre Buy Box- und produktübergreifenden Strategien einbeziehen. Mit unserer Lösung können Sie Ihre Preise und die Ihrer Mitbewerber für gleiche und ähnliche Produkte vergleichen und so sicherstellen, dass Ihre Preise für den Gewinn der Buy Box optimiert bleiben.

14 Repricing Fehler – Kollision

#3 Kollisionen von Minimal- UND Maximalpreisen zwischen Amazon und Repricer-Software

Wenn Sie eine Repricing-Software verwenden, legen Sie Mindest- und Höchstpreise für alle Produkte fest. Wenn Sie jedoch das Repricing starten, sollten Sie bedenken, dass Amazon die Mindest- und Maximalpreise für jede ASIN validiert. Wenn Sie die Repricing-Software und Amazons Automate Pricing gleichzeitig verwenden, sind Diskrepanzen zwischen den Mindest- und Höchstpreisen unvermeidlich. Die Probleme treten auf, wenn die Preise nicht aufeinander abgestimmt sind. Als Folge davon kann Amazon Ihre Produkte deaktivieren, wenn der Preis die Grenzen überschreitet.

Ein gutes Repricing-Tool kann Ihnen dabei helfen, die Mindest- und Höchstpreise basierend auf den Empfehlungen von Amazon zu bestimmen.

Ein weiterer Faktor, den Sie beachten sollten, ist, dass die Mindest- und Höchstpreise von Amazon keine Versandkosten enthalten, während Repricing-Tools dies normalerweise tun.

#4 Ignorieren von Preisen für ähnliche Produkte

Außerdem ist es sehr wichtig regelmäßig die Preise der Konkurrenz zu überprüfen. Buy Box- und produktübergreifende Strategien eines Repricers erledigen dies automatisch für gleiche und ähnliche Produkte.

#5 Manuelles anpassen von Preisen: Menschliches Handeln versus maschineller Algorithmus

Acht von zehn Verkäufern regulieren die Preise manuell. Jedoch kann niemand und nichts die Geschwindigkeit und exzellente Genauigkeit eines Algorithmus’ erreichen. Basierend auf der Dynamik Ihrer Preise, schlägt ein Repricer geeignete Strategien vor:

  • Feste Preise 
    Profit- oder Einfache Strategien haben feste Preise, die sich normalerweise nicht automatisch ändern.
  • Dynamische Preise
    Buy-Box-, Push- und Daily-Push-Strategien ändern die Preise adaptiv zwischen Min- und Max-Schwellenwerten.
  • Gemischt
    Position, Gleicher Preis Position, Gleicher Preis und die manuelle Strategie schlagen etwas in der Mitte zwischen konstanten und dynamischen Preisen vor.

#6 Dieselbe Strategie für jedes Produkt verwenden

Ob es um die Platzierung in der Buy Box, Verkaufszahlen oder gleichbleibende Margen geht, jedes Produkt erfordert seine eigene Verkaufsstrategie. Die Preisgestaltung erfordert die Segmentierung von Waren auf der Grundlage verwandter Faktoren wie hoher oder geringer Nachfrage oder saisonalen Verkäufe. Sollten Artikel mit hoher Nachfrage anders bepreist werden als solche, die Online-Händler nur schwer verkaufen können? Lassen Sie uns verschiedene Repricer-Strategien für die gängigsten Fälle betrachten:

  • Einfach – Zuweisung eines festen Preises.
  • Position – Festhalten an einer bestimmten Position im Rang.
  • Gleicher Preis – Beibehaltung des gleichen Preises wie ein Mitbewerber.
  • Manuell – Anwendung einer breiten Palette von anpassbaren Einstellungen.
  • Push – Festlegen von absatzbasierten Regeln.
  • Daily Push – Festlegen von täglich wechselnden Regeln auf Basis der Verkäufe.
  • Profit – Berechnung des Preises auf Basis des gewünschten Gewinns.
  • Buy Box – Preissetzung, sodass die Buy Box gewonnen wird auf Basis der Preise der Konkurrenten.
  • Produktübergreifend – Wettbewerb um die BuyBox auf Basis der Preise von Wettbewerbern für ähnliche Produkte.

Das Experimentieren mit verschiedenen Strategien hilft dabei, die perfekte Lösung zu finden. Beachten Sie, dass die Software zwar Ihren Anweisungen folgen kann, aber nicht in der Lage ist, die Geschäftsdynamik intuitiv zu erfassen oder Vorhersagen zu treffen – etwas, das Sie selbst tun können. Untersuchen Sie den Erfolg Ihres Angebots in der Vergangenheit und achten Sie darauf, wie und warum es sich verkauft, wann es das tut (zum Beispiel steigt der Verkauf von Kleidung am Black Friday). Nutzen Sie das, was Sie gelernt haben, um die Funktionen der App so gut wie möglich zu nutzen.

#7 Die Regeln von anderen übernehmen

Wer kennt Ihre Produkte besser als Sie? Und wie gut kennen Sie, im Vergleich zu Ihren eigenen Produkten, die der anderen? Wenn Sie dieses Konzept in die Praxis umsetzen, ist es ein großer Fehler, Ihre Produkte neu zu bepreisen, um mit anderen zu konkurrieren, weil Sie nicht immer das gesamte Bild sehen. Manche Händler haben große Lagerbestände und können es sich leisten, alle Artikel aufzulisten, auch die mit den niedrigsten Preisen, oder sie tun dies, um ihre Bewertungen schnell zu verbessern.

Halten Sie alle Aktivitäten konsistent. Das Beste an der Automatisierung von Repricing ist, dass Sie Ihre eigenen Regeln aufstellen und die Regeln selbst schreiben können. Natürlich können Sie zunächst experimentieren, um die Amazon Buy Box-Formel zu erraten und sie dann an Ihre speziellen Bedürfnisse anzupassen oder zu beobachten, was Ihre Konkurrenten tun. Aber denken Sie daran, dass der Versuch, das Gesamtbild zu verstehen und die einzigartige Repricing-Strategie für jede Region zu entwickeln, Ihnen mehr Vorteile und Möglichkeiten bietet als das Kopieren der Schritte Ihrer Wettbewerber.

#8 Falsches Festlegen Ihrer Min- und Max-Range

Ein weiterer häufiger Repricing-Fehler ist, Min- und Max-Preise nicht angemessen und realistisch festzulegen:

14  Repricer Fehler – Falsche Range

Wenn Sie Ihre Min- und Max-Preise zu nah beieinander setzen, haben Sie keinen Spielraum, da die Preisspanne zu eng wird und Ihre Preise somit kaum Chancen haben, optimiert zu werden.

Wenn Sie den Abstand zwischen Min- und Max-Preis vergrößern, laufen Sie Gefahr, zu niedrig oder zu teuer zu verkaufen.

Die Festlegung von Preisen, die kosteneffizient sind, hat also einen großen Einfluss auf den Wettbewerb und die Rentabilität. Wenn Sie eine Repricing-Software einsetzen, kann eine agile Preisgestaltung für Ihre Produkte das Engagement Ihrer Kunden extrem steigern. Darüber hinaus erhöht oder senkt sie automatisch die Preise auf der Grundlage der Verfügbarkeit des Produkts und der Nachfrage.

#9 Einstellung einer zu aggressiven Regel

Wenn Sie zum ersten Mal eine Repricing-Software wie unseren Repricer einsetzen, ist es verlockend, alle Funktionen auf einmal zu nutzen. Aber wir raten davon ab, da dies zu einer aggressiven Regel führen kann, die Ihren Umsatz nicht feinabstimmen wird.

Beginnen Sie lieber schrittweise.

#10 Alle Repricer gleich stellen

Denken Sie daran, dass Repricer unterschiedlich sind. Die Wahl des richtigen Repricers auf der Basis Ihrer geschäftlichen Bedürfnisse ist von größter Bedeutung. Besonders lohnend ist es, wenn Ihr Repricer verschiedene Strategien von der Regeloptimierung bis zur dynamischen Preisanpassung unterstützt. Die agile Optimierung bringt mehr Umsatz. Je nach Bedarf können feste, dynamische oder gemischte Preise beibehalten werden.

Bei Amazon überwiegt die dynamische Preisgestaltung: Die automatisierten Algorithmen werden von der Preisstrategie geprägt, die den Wettbewerb, Angebot und Nachfrage sowie andere externe Faktoren berücksichtigt.

#11 FBA-Optionen ignorieren – Versand ist wichtig

Der Einsatz von Fulfillment by Amazon (FBA) bietet Ihnen einige Vorteile: Zugang zu Prime-Kunden, die engagiert kaufen, Priorisierung bei der Buy-Box-Platzierung und dadurch  mehr Umsatz trotz geringerer Fixkosten.

Schließlich kann ein FBA-Händler seine Produkte zu einem höheren Preis anbieten als ein Verkäufer, der den Versand selbst abwickelt. So funktioniert es: Ein FBA-Verkäufer bietet ein Produkt für 30 € mit kostenloser Lieferung an und erhält die Buy Box. Ein Verkäufer, der den Versand selbst übernimmt, verlangt dagegen 24 € plus 6 € für den Versand und erscheint nicht in der Buy Box.

#12 Kleineres Inventar statt komplizierter Software?

Warum sollten Sie Ihre wertvolle Zeit damit verschwenden, Ihr Inventar manuell nachzupreisen, wenn die richtigen Tools Ihnen im Handumdrehen beeindruckende Ergebnisse liefern können? Ja, es wird einige Zeit dauern, bis Sie die Software gefunden haben, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt, aber sobald Sie das getan haben, werden Sie in der Lage sein, sie für sich arbeiten zu lassen. Ihre Arbeit wird im Schlaf erledigt, so dass Sie sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren können.

#13 Auslaufende Bestände

14 Repricing Fehler – Out of Stock

Out of Stock zu sein ist technisch gesehen kein Repricing-Fehler, aber es ist trotzdem ein Problem für Amazon-Verkäufer. Wenn Sie keinen Warenbestand haben, den Sie verkaufen können, werden Sie nicht in der Lage sein, die Buy Box zu gewinnen, und Sie werden keine Verkäufe erzielen.

Repricing ist in diesem Fall nicht mehr sinnvoll. Außerdem wirkt sich ein fehlender Lagerbestand negativ auf das Amazon BSR-Rating aus und die Wiederherstellung braucht Zeit.

Sie müssen die Verfügbarkeit von Produkten in Ihrem Lager sicherstellen. Außerdem kann die Verwendung von Repricing-Software mit dynamischer Preisgestaltung verhindern, dass Produkte nicht mehr auf Lager sind.

#14 Keine Kalkulation der Gesamtkosten

Traditionell ist das Repricing bei Amazon ein sogenanntes „Race to the Bottom“, bei dem Verkäufer ihre Preise senken, um der Konkurrenz voraus zu sein. Wenn Sie Ihre Ausgaben nicht genau im Auge behalten, wird diese Taktik natürlich nicht funktionieren.

Um ein solches Szenario zu verhindern, denken Sie einfach an die Gesamtkosten. Direkte Kosten wie Produktpreise und Lieferung sowie indirekte Kosten wie Mitarbeiterlöhne können Ihren Gewinn erheblich beeinflussen.

Ihre Amazon-Verkaufskosten hängen weitgehend von Ihrer Fulfillment-Methode und Ihren Produktkategorien ab. Beziehen Sie in Ihre Berechnungen auch andere Optionen außerhalb von Amazon mit ein, z. B. Berater, die Sie für einen erfolgreichen Start Ihres Unternehmens benötigen könnten.

Fazit

Wenn wir die 14 zu vermeidenden Fehler durchgehen, können wir sicherlich zu dem Schluss kommen, dass Repricing-Tools versierte Strategien benötigen. Wir würden Ihnen raten, dass Sie die Balance halten, mit verschiedenen Strategien experimentieren, die Preise überwachen, alles automatisieren, was automatisierbar ist, und nicht automatisieren, was Sie nicht verstehen. Und möge die Buy Box mit Ihnen sein.

Bildnachweise in der Reihenfolge der Bilder: © tiero – stock.adobe.com / © Pixel-Shot – stock.adobe.com / © my_stock – stock.adobe.com / © Yury Zap – stock.adobe.com

SellerLogic Repricer
Ermöglicht mittels dynamischer und intelligenter Preissteuerung, die Produkte in der Amazon Buy Box zu platzieren und zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen.
SellerLogic Lost & Found
Überwacht FBA-Prozesse auf mögliche Fehler und unterstützt Händler bei ihren Erstattungsansprüchen gegenüber Amazon. Der Händler schickt die Fälle via Copy & Paste an Amazon.